Sonntag, März 11

Arrived in Nanjing (China) - Oder was es mit grabschenden Indern und freundlichen chin. Mädchen auf sich hat


Wenn eine eine Reise tut,...
Tja Leute ich kann Euch sagen, dass ich ziemlich fertig war, als ich gestern (10.03.) am Abend um 20:30 (Nanjing Ortstzeit) gelandet bin. Ich hatte in den vergangenen 24h Reisezeit soooo viel erlebt - einfach unglaublich!
Alles fing an mit einem leicht stressigen Flugbeginn von Frankfurt nach Bangkok, da ich mit meinen Mädels Catha und Sonja noch "schnell" mal bei Käfer was genießen wollten vor dem Flug und die Bedienung offensichtlich völlig ihren Beruf verfehlt hatte, dann mein kleiner Sprint, vollbepackt und mit Gürtel und Paß und Co. in der Hand, zum Flugsteig der Thai Airways International gaaaaaaaanz weit hinten B49 nach einer nervenzereissenden Warterei an der Sicherheitskontrolle (bei der ich auch noch von einem Röntgenmann angemacht wurde "Wie lange fliegt man denn nach Bangkok?" usw.) trotz schnellerem Durchschleusen einer nette Aufpasserin. Also völlig naßgeschwitzt ging es dann ins Flugzeug zum Sitzplatz, wo ich gleich mit einem "Sie wollen doch bestimmt am Fenster sitzen?" von meiner Reihennachbarin am Fenster begrüßt wurde, die zu einer ganzen Reisegruppe rüstiger Jungrenter bzw. Ü50er gehörte, die sich auch z.T. typisch deutsch prodzierten. "Nein danke, möchte ich nicht." Gott, was war ich froh, den auch bestellten Gangplatz zu haben, um meine achso langen Beine ausstrecken zu können und nicht immer auf dem Weg zum WC klettern zu müssen! Die Dame begnügte sich wohl damit - sie hätte auch nicht anders können - und ging ihrer natureigenen Art und Weise nach, alles mögliche zu kommentieren und zu bewerten... Ah, wo waren gleich die Kopfhörer, um das Thailändische Begrüßungsvideo auch hören zu können? Nun denn, bis auf einen fiesen Furz eines umsitzenden Passagiers ging eigentlich alles ganz gut vonstatten: Die coolen Filme (A good year, Dreamgirls, Casino Royale (den hatte ich in Deutschland boykottiert, aber ich muss sagen, Craigs leckerer Körper entschädigt für die seltsame, weil untypische Bond-Story)) und das super Essen entschädigten mich für alles und der Flug hatte sich schon allein deshalb gelohnt - wenn da nicht diese alten Menschen wären, die sich immer genau vor mir auf dem Gang die Beine vertreten mussten bzw. ein Schwätzchen mit der Nachbarin halten mussten! *grummel* Beim 2. Mal habe ich mich dann bemerkbar gemacht, dann ging es.
Angekommen im neuen Bangkoker Flughafen war ich sehr überrascht über die tolle Wegeführung für Weiterflieger - alles ganz einfach zu finden. So wartete ich dann auf den Weiterflug nach Hongkong, der leider nicht mehr ganz so super war: eine genervte und unfreundliche Stewardess lotste tatsächlich einen zwar jungen, aber übergewichtigen Inder auf den Platz neben mich (ich saß am Fenster *heul*), der zwar im Gespäch noch sehr nett, aber schlafend eine reine Katastrophe war! Barfuß klemmte er sich die Füße mal hierhin, mal dahin, dann sackte er immer weiter auf meine Seite ab (ich klebte quasi schon am Fenster, um Platz zu machen und ihn nicht berühren zu müssen) und als ob das nicht schon genug wäre, griff er unabsichtlich oder absichtlich unter seiner Decke (die er beim Schlafen fast halb über mich gelegt hatte) nach meinem Oberarm und hielt sich darn fest! Das war zuviel! Ich aufgeschreckt, ihn abgeschüttelt und mich demonstrativ wegdrehend versuchte ich, meine erste Stunde Schlaf zu bekommen (in Deutschland war es so gegen 02:30). Naja, wirklich entspannt war diese eine Stunde nicht wirklich, da ich die ganz Zeit befürchtete, dass da noch mehr von rechts kommt!
Etwas fertig kam ich in Hongkong an: Nebel - überall! Ok, dachte ich, es ist ja erst kurz vor 12 Uhr! Nun ja, ich musste mein Gepäck abholen, daher musste ich auch einreisen (Tipp: einfach immer das Visitor-Ding ausfüllen, egal, wie lange man bleibt), da ich am Schalter bei China Eastern neu einchecken sollte. (Diesen Flug hatte meine Schwester für mich aus China buchen lassen, daher war kein weiterchecken des Gepäcks möglich.) Langsam war ich schon ein bisschen kaputt und ausgetrocknet, aber noch schnell das Gepäck einchecken (der Flug ging erst 5 1/2 Std. später aber egal), dann sollte es was zu trinken geben. Das gestaltete sich ein bisschen schwieriger, denn ich hatte keine Hongkong Dollars also musste die Kreditkarte ran, nur wo konnte man denn damit bezahlen? Ich fand einen kleine Delikatessenladen, wow, die haben frische Säfte!! Vitamine, genau das Richtige nach dieser Reise! An der Kasse (ich hatte je 500 ml Kiwi-, Mango- und einen grünen Tee in der Hand) erfuhr ich, dass man erst ab 50 HongkongDollar mit dem guten Namen zahlen durfte, ich also wieder an die Getränkebar und noch 500 ml O-Saft und einen gelben Irgendwas-Zuckersaft mit Geschmack geangelt, um dann an der Kasse 53 H$ zu zahlen. (Da wußte ich noch nicht, wie der Kurs stand.) War mir sooo egal, ich hatte solchen Durst und hätte wohl auch 20 Euro bezahlt, ich wollte einfach nur trinken. Nach den ersten 2l Flüssigkeit machte sich auch der Schlafmangel bemerkbar: alles bewegte sich, auch die Platten entwiickelten ihr Eigenleben. Auch bei den 3maligen WC-Besuchen änderte sich das nicht wirklich und immer noch musste ich warten vor der Ausreisekontrolle, da auf der Flugtafel das Gate noch nicht angezeigt wurde, wo mein in zeitlicher Ferne liegender FLug nach Nanjing draufstand. Also setzt ich mich auf die einzige Bank weit und breit und wartete. Ich machte Bekanntschaft mit 2 chin. Jungen, die eine Umfrage zum Tourismus in Hongkong starteten, die ich bereitwillig mitmachte - ich hatte ja alle Zeit der Welt! Dann beschenkte mich eine kleine, etwa 4jährige Chinesin mit einem Kaubonbon, nachdem sie mich mehrfach auf mich zukrabbelnd beäugt hatte und wohl für gut befand und mir ein strahlendens Lächelnd schenkte und ein alter, kaum noch gehen könnender Chinese mich ebenfalls milde belächelte (ich muss wohl ziemlich fertig ausgesehen haben mit den Füssen hochliegend auf der Bank sitzend), bis ich irgendwann mit dem Kopf auf dem Handgepäck für ca. 20 Min. die Augen schloss... Dann war es endlich soweit, die Tafel zeigte Gate 69 an für den ca. 2 Std. späteren Flug. Ich durch die Kontrolle und dachte, na, so weit wird es wohl nicht sein! Weit gefehlt: völlig müde und leicht torkelnd musste ich durch die komplette Abfertigung laufen (hat die Form eines T's, wenn man unten startet und man ganz an das rechte Ende des Striches muss) und musste erkennen, dass ich das Warten auch sehr viel vornehmer hätte verleben können, da es dahinter neben einer weiteren Umfrage des Hongkonger Touristenbüros natürlich auch Anzeigetafeln und viiiiiiiiiiele Shoppingmöglichkeiten bzw. auf dem Weg zu 69 sogar mehrere Relaxlounges gab... *arrrgh* Angekommen und wieder völlig erschöpft wartete ich dann auf den Flug, wobei es mir gelang, fast eine ganze halbe Stunde zu schlafen.
Mit leichter Verspätung kam dann auch das Mini-Flugzeug (jew. 3-3 Sitze pro Reihe), was nicht voll wurde und nur 4 Weisse beherbergte. Eine ganze Reihe für mich hatte ich, und ich war froh so klein zu sein, da ich mich sofort nach dem Start und einer Begegnung mit der unfreundl. Stewardess (ich erlaubte mir ihren Stift für die Immigrationspapiere auszuleihen und sie holte ihn auch gleich wieder ab, obwohl ich noch nicht ganz fertig war) flachlegte und einfach nur geschlafen habe. Das Essen auf dem Flug wollte ich ganz bestimmt nicht haben, da Mango und Kiwi mit der Orange Krieg führte, wobei der grüne Tee wohl die Grundlage bildetet und es dazu Zuckerwasser regnete. Angekommen half mir ein sehr netter Chinese, den ich noch im FLugzeug kennenlernte, der mir seinen Stift für die letzten Formalitäten leihte und mir noch ein wenig zur Seite stand. Das hatte ich nicht erwartet, sind die Chinesen doch meist nur auf ihr eigenes Wohl bedacht. Meine Schwester erwartete mich bereits winkend hinter den Gepäckbändern und der Absperrung des Zolls - of course, nothing to declare!
Damit war mein erster Tag dann auch fast vorbei, mein Schwager Oliver bekochte uns noch mit Spaghetti Bolognese - ganz chinesisch ;-) - und dann bin ich auch gleich zu Bett.

Heute waren wir nach einem ruhigen Start zum Perlenshoppen in Shuzhou, was ca. 2,5 Std. von Nanjung entfernt Richtung Shanghai liegt. Ich war natürlich erfolgreich! Den Abend ließen wir beim Japaner - Tepanyaki All-u-can-eat ausklingen. Eine lustige Erfahrung, denn Butter und so viel Öl gab es in Japan nie auf dem Tisch! Aber das Bier und der Pflaumenwein taten Ihr Bestes dagegen. ;-)

Ich grüße Euch ganz herzlich von hier! An alle Prüflinge der kommenden Woche: ich drück Euch ganz feste die Daumen!!! Ihr rockt das! GLG, Tine