Mittwoch, April 18

SAWADI KAH! - Welcome to BANGKOK


Der Abschied von Angie fiel schwer, aber die Aufregung und Freude auf Bangkok überwog, als ich im Bus zum Airport saß. Es stand mir ein Flug bevor, bei dem ich neben eine zwar fürsorglich netten, aber doch sehr patriarchisch-muslimischen Algerier saß, der mir dann zur Belohnung am Ende auch noch seine Businesscard aufdrückte mit den Worten: "maybe..." Of course, not!!!
Von einer sehr unfreundlichen Irakerin mit zwei Kindern auf der anderen Seite (zum Glück trennte uns der Gang), die ihre philippinische Nanny fast wie ein Hund behandelte, und mich schon beim Einchecken durch ihre Art fast schon zum Lautwerden lies, will ich nur so viel erzählen: Auch wenn man Gucci und Dior trägt, sollte man ein Deo benutzen.
Dann aber war es soweit - endlich in Bangkok angekommen! Ein Fahrer eines London-Taxis (welch Ironie des Schicksals nach dem vorhergehenden Abend) holte mich im Auftrag der Firma ab. Das erste was der Tine ins Auge fiel, waren die z.T. pinken Taxis, das ist definitiv meine Stadt!!! Also ging es zum Serviced Appartmenthaus, was ich im voraus gebucht hatte: das Sathorn Saint View. Die Staff begrusste mich freundlich, aber dann kam der Schock: das Studio mit 24qm erwies sich als mittelgrosses Zimmer, Ausstattung und sonst alles in die Jahre gekommen (was an sich ja nicht schlimm wäre), aber eben alles andere als wirklich sauber, was sich aber erst so richtig in den folgenden Wochen immer deutlich aufzeigte: Schimmel im Bad (konstruktions- und wetterbedingt, aber auch aufgrund mangelnder Putzlust), also Mief, ein Waschbecken, was noch nie komplett geputzt wurde oder schon lange nicht mehr und eine stinkige Klimanalage, die sich nicht regulieren lässt. Hier wird zwar 2mal die Woche geputzt bzw. das Handtuch gewechselt und das Bett gemacht, aber manchmal riecht es nach dem Putzen ziemlich streng. Ich habe noch nie gesehen, dass der Putzlappen auch nur einmal Wasser berührt hat geschweige denn ausgewrungen wird. Naja, ich greife zwar vor, aber ich werde also nach denn 2 gebuchten Monaten umziehen in ein anderes, weit schöneres Appartmenthaus (neue Adresse folgt).
Der erste Kontakt war Abends auf dem Rooftop mit den anderen und ich musste leider feststellen, dass es hier eine wahre Ansammlung von schlecht erzogenen, über 20jährige Erwachsene (Deutsche!!!!) gibt, die es schwerlich schaffen, einem neuen Gesicht "hallo" zu sagen. Nun denn, ich bin ja zum Arbeiten hierhergekommen und nicht um neue Freunde zu finden. Trotzdem ging es gleich am ersten Abend, es gab auch ein paar andere neue, die wohl ähnlich unfreundlich aufgenommen wurden, mit einer grossen Gruppe in den Sündenpfuhl Bangkoks (einer davon): Patpong in eine Ping-Pong Show! (für alle, die nicht wissen, um was es hier geht, einfach mal googlen) und danach ging es tief beeindruckt über die Kunstfertigkeit einiger Damen in die Gaystreet was Trinken. Am nächsten Tag ging es mit einer ebenfalls "neuen", nämlich Steffi aus Berlin, in die Stadt, um eine Telefonkarte und sonstige aufgrund Gepäckgewichtsbegrenzung zu Hause gelassenen Dinge, die Frau so braucht einzukaufen. Wir beide waren zum Glück ein paar Tage vorm Praktikumsstart angereist, so konnten wir erst mal ankommen, was ich in dieser riesigen Stadt auch unbedingt brauchte. Ich wollte nach dem Herumreisen mit Angie auch endlich mal ankommen, um ungestresst mein Praktikum beginnen zu können. Also genossen wir die letzten freien Tage, so dass wir am 2. Abend auch erstmal in die Disco in der RCA, eine Strasse voller Discos und Kneipen, und dann noch in einen Club "Boss" bis morgens gingen. Tja, das Partyanimal lebt noch in mir! ;-) Die restliche Zeit bis zum Montag wurde mit Kofferauspacken, Schwitzen und Schlafen verbracht.
Nur am Sonntag haben wir "Neuen", d.h. Janina (ä pälzer Mädsche aus Speyer), Steffi und ich, eine Klongtour mit einem Longtailboat gemacht, wie Ihr auf den Bildern sehen könnt. Wir haben gut gehandelt, so dass wir die große Tour machen konnten, Fische füttern inclusive.

Freitag, April 6

Welcome to HONGKONG!


DI. 27.03.: Nach einer erholsamen Nacht in einem angenehm weichen Bett waren die Gemüter doch entspannter! Es ging erst mal um die Ecke in Kowloon, wo wir frisch gepressten O-Saft und Mango-Sago tranken, dann weiter in die busy Strassen zum Ladies Market und so. Einfach die Stadt erleben. Das Wetter war ganz anders als in Shanghai: hier waren es bereits 25° und etwas feucht. Hier hatte ich mehr das Gefühl in Asien zu sein! Die Schilder überall höchst bunt, viele Menschen auf den Strassen, aber man sah auch engl. Schriftzeichen - man fühlte sich nicht so fremd. So liefen wir, eigentlich Shopping-gesättigt durch die Strassen und erlebten. Zu Mittag waren wir beim Japaner, leider nicht so gut wie erhofft, da auch da Englisch ein Problem war. Das sollte uns aber nicht das letzte Mal passieren. Ich hätte die Stadt besuchen sollen, als sie noch Englisch war. Es gab zwar schon einen deutlichen Unterschied zu chin. Städten: überall hingen Verbotschilder, gegen "Spitting" 1500 HK$ (fand ich super!!!), "Smoking" 5000 HK$,... Anders geht es eben nicht! In der Stadt fühlt man sich nicht ganz so fremd, man spürt noch den westl. Einfluss, der aber nachlässt.
Nach dem Rundgang nahmen wir die Metro zur Hongkong Island. Wir wollen auf den Peak! Am Ausgang der Station warteten schon die Skyscraper auf uns - wow! Wir liefen zur Tram (Bergseilbahn, wie in Heidelberg) und fuhren hoch zum Peak. Toller Ausblick! Das Wetter änderte sich, man konnte geradezu zusehen, wie die Stadt dann im Nebel/Smog verschwandt. Wir genossen auch die Shops dort oben - ok, wir sind eben schwach ;-) - und tranken zum Abschluss eine leckere Latte mit Blick auf die Stadt. Herrlich! Plan war aber, noch rechtzeitig wieder runterzukommen, um das allabendliche Licht-/Laserspiel der Hochhäuser auf der Insel vom Festalnd aus zu sehen. Also mussten wir ab zur Küste, wo wir eine Fähre zurück zum Festland nahmen. Gerade rechtzeitig zur Show fanden wir einen guten Platz am Hafen. Die Show war sehr beeindrucken, wenn auch leicht kitschig, aber macht schon was her! Auf dem Rückweg zum Hotel (ich wollte laufen) stellten wir zu unserem Entzücken fest, dass die Geschäft z.T. erst um 24h zumachten, was Angie und mir natürlich zum Verhängnis wurde! ;-) Herrlich, endlich gab es auch mal wieder richtige (Klamotten-)Größen und dann doch noch Schuhe... Glücklich und vollbepackt liefen wir zum Hotel zurück, wo Angie das schlechte Gewissen (Post-Shopping-Syndrom) überfiel, was wir aber durch eine kleine Modeshow im Zimmer heilen konnten! ;-)

MI. 28.03.: Mit dem Vorsatz "wir kaufen nichts mehr" liefen wir nach einem langen Schlaf auf der Suche nach Frühstück in eine andere Richtung als am tag zuvor, wo wir auf den JADE(!!!)-Markt stiessen. Hey, wir waren absoltely safe of shopping! Naja, nicht ganz, denn es gab da auch anderes als Jade... Ich fand tolle Specksteinketten und ich handelte selbst auf Chinesisch! :-) So bummelten wir durch Kowloon Richtung Süden, kamen zu einem hässlichen Tempel (kein Foto würdig) und fanden eine leckeren Gemüse/Obst-Markt. Frühstück!!!
Mit der metro ging es dann doch noch mal auf die Insel zur Central City. Window-Shopping only, da wir inzwischen wirklich saturiert waren und spätes Mittagessen beim Thai! tataaa! Einstimmung auf den nächsten Tag. Mit platten Füßen und vielen Eindrücken ging es zurück zum Hotel, kurz frischmachen und dann zum Night-Market, wo wir unser Abendessen einnehmen wollten. Wir kamen nicht wirklich zum Markt, denn in einer sehr unschicken Klitsche in der Fish-Street (es gab ein Seafood Restaurant nach dem anderen) sahen wir ein paar westliche Gesichter, wo die essen kann es ja nicht so schlecht sein (übrigens goldene Regel hier: nur dort essen, wo viel los ist, denn da ist es garantiert gut und der Durchlauf ist groß, so dass die Sachen relativ frisch sind). Noch immer von der vom Kellenr ausgehändigten Karte vor dem EIngang stehend nicht überzeugt, ging ich zu den Langnasen an den Tisch und fragt frech, ob man hier essen könnte. Das war der Anfang eines entzückenden Abends! Drei sehr nette Engländer (Steven, Christopher and Andrew) baten uns nach meinem ausführlichen Fragen nach Essen und Qualität an den Tisch und die Herren blieben auch sitzen bis wir gegessen hatten. It was really great fun! Wir beschlossen sogar danach noch in eine Karaoke-Bar zu gehen! Yes! Leider fand Chris die nicht mehr so endeten wir in einer sehr asiatischen Bar, wo Chris mit Abstand der Älteste war und die auch nur 6 engl. Karaokesongs hatten. Aber wir sangen: Ladies and gentlemen, we proudly present Chris and Tine live performing "Endless Love". Es war einerseits peinlich, aber auch sauwitzig, denn CHris kannte das Lied nicht und das machte die Intonation doch recht interessant! Aber wir hatten Spaß!!! Angie und Chris tanzten dann später noch Jive, wobei ich mir bei seinem Bierpegel doch schon ein wenig Sorgen machte. Aber ich habe ja an diesem Abend gelernt, dass "the English are the greatest drinking nation". Das war mir ja neu. ;-)
Der Manager des Ladens kam dann auch an unseren Tisch, Jacky Chan, Besitzer einer Recycling Firma in Aachen und Honorarkonsul von Benin - wir bekamen seine Business Card. Um 0200 machten Angie und ich uns auf den Weg zum Hotel, denn um 0900 musste ich wieder raus, um meinen Flughafentranport zu organisieren (der Counter schließt schon vor 18.00 im Hotel - arrrgh!)

Sonntag, April 1

SHANGHAI


So. 25.03.: Mit dem Zug ging es nach Shanghai. Die Stadt ist echt busy, die Luftverschmutzung *hust* gefühlt größer als in bisheren Städten, aber sehr lebendig. Das Yangtze Hotel liegt eigentlich zentral, aber wenn man kaum Chinesisch spricht und auch sich nicht vorher mal um den Block bewegt hat, muss man evtl. im Kreis laufen, um es wiederzufinden! Naja, angekommen haben wir uns auch gleich aufgemacht zum "alten" Teil der Stadt, wo sich auch das berühmte Teehaus befindet. Es steht in einem Teich auf stelzen und ist mit dem "Ufer" durch einen zigzack Weg verbunden. Sinn: Geisterschutz, denn Geister können ja bekanntlich nicht um die Ecke gehen! (Klar doch!) Wir bummelten umher durch die bunten engen Gassen, auf der Flucht vor "Gucci, Prada, Watches"-Händlern, deren Fakemarkt man vor einiger Zeit geschlossen hat, entdeckten neben dem Teehaus den Yuyuan Garden, ein Beispiel für klassische chin. Gartenbaukunst, der am nächsten Tag unser Ziel wurde. So machten wir uns weiter auf den Weg zum Bund bzw. zum Fluss, um die Skyline zu sehen. Sehr schön! Mit dem Bund Sightseeing Tunnel unterfuhren wir den Fluss, um auf die andere Seite zu gelangen. Das war echt cool!! Das solltet Ihr auch machen, wenn ihr Shanghai seid! Wieder auf der Bund Seite angelangt ging es dann wieder mit dem Taxi zum angesagten Kneipenviertel, wo der Abend mit einem guten Paulaner zu Ende ging.

Mo. 26.03.: Yuyuan Garden, Flug nach Hongkong
Auf unserem Fussweg (ich wollte laufen) zum Yu Garden kamen wir an vielen Shops vorbei, u.a. in einem Laden für chinesische Kostüme vorbei, alles Handarbeit. Wir kauften uns ein Emperess Outfit (wann hat man schon mal was für Fasching zu Hause), für Oli gab es den Emperor Kittel. Sehr schick und edel! Dabei wollten wir eigentlich nichts mehr kaufen... Auf dem weiteren weg kamen wir an regelrechten Berufsstrassen vorbei: erst Friseurzubehör, dann Hochzeitsausstatter, dann Stoff- und Metallschnallen-/Lederhändler. Angekommen am Teehaus ging es gleich zum Garten, der wirklich eine Oase der Ruhe ist, im Vergleich zur restlichen Stadt! Sehr schön und entspannend! Verglichen mit der trad. japanischen Gartenbaukunst ist die chinesische Variat wesentlich verspielter. In Japan setzt man auf schlichtes Design und mehr gezielte Details, also reine Geschmackssache.
Zum Flughafen hatten wir dann auch ein vom Hotel bestellten Taxi (Festpreis-logisch!), wir mussten noch kurz zur Post, um unsere Shoppingsachen zu verschicken, aber dann ging es wieder wie der Wind zum Flughafen, wo wir echt gemütlich einschecken konnten und völlig relaxt zum Gate liefen. Und wir warteten, relativ einsam, bis es losging - und dann hies es: "CANCELLED" einfach so! Bei CHINA EASTERN kann das einfach so passieren. Und dann niemand da, der wirklich Bescheid wusste, dann eine Durchsage, wir sollen zu Gate 27 (lag ca. einen km Fussweg entfernt) und plötzlich trifft man Mitreisende, die auch dann auch völlig genervt und irritiert sind, aber wir weiter zum Gate. Dort angekommen niemand da, also Treppe runter, um dann festzustellen, dass es da keine Sitzplätze gibt und da auch niemand zur Info stand! Also wieder die Treppe hoch, während tschechische Mitreisende die nächste Bodenpersonalerin einer Fremdairline anquatschte. Wir liefen dann zum Gate was angesagt wurde (c. 300 m zurück), allerdings war das eine völlig andere Airline - wie soll dass denn gehen??? Die Dame dort war schon total genervt und unfreundlich, wir also wieder den km zurück zum Information Desk, wo zufällig Damen von China Eastern Dienst schoben. Es gab ein großes "Hallo" dort, die Damen wurden nur teilweise hektisch, dann kam eine mitreisende Koreanerin auch zum Desk, die sich dann zum Glück mit den Damen auf Chinesisch unterhielt und unseren Standpunkt sehr deutlich klarmachte. Leute, wie im schlechten Film!!! In einer Hauruck Aktion wurden wir Nichtasiaten (die Koeranerin musste sich mit dem CE Flug um 2000 begnügen) tatsächlich auf eine andere Airline (Dragon Air) auf den Flug 19:00 umgebucht, aber auch da war Eile geboten, denn das Checkin für diesen hatte natürlich schon begonnen! Wir also wieder den km zurück, da dieser Flug noch hinter dem vermeintlich anderen Gate 27 war - wir waren echt naß geschwitzt! Aber es sollte dann doch alles gut werden, da das Flugzeug nicht ausgebucht und der Standard weit über China Eastern lag (zum Essen gab es Haägen Dazs Eis!). Und ratet, wer neben mir saß? Ein Inder!!! Ein sehr netter Mensch, wir haben uns sehr nett unterhalten, bis es Turbulenzen gab. Uah! Ich bin normalwerweise nicht leicht aus der Ruhe zu bringen, aber das war nicht mehr witzig! Das Flugzeug schaukelte hin und her, die Anschnallzeichen pingten, die Stewardess verschwandt schnell auf ihrem Platz. Now, I was worried!!! Vielleicht war der gecanncelllte Flug ein Zeichen und wir sollten eben nicht in dieser Nacht nach Hongkong fliegen!? Zum ersten Mal in meinem Leben dachte ich, dass ich jetzt nicht sterben will!!! Ein Blick zu Angie, die 2 Reihen vor mir auf der anderen Seite am Fenster saß und sich gerade umdrehte, ich liebe Dich Schwester und es war schön mit Dir! Mein Inder beruhigte mich weitestgehend. Nach dem Flug waren wir echt erschöpft! Die bunte Reisegruppe von CE traf sich am Immigration wieder, dann weiter zum Baggage. Aber wo war unser Gepäck? Die Befürchtungen wurden wahr, unser Gepaäck war nicht dabei! CE hatte es nicht wohl geschafft, die Sachen umzuchecken. Das ist wohl einer der hauptgründe, warum alles Asiaten fast ausschliesslich mit Handgepäck reisen!!! Da passiert dann so was nicht! Also ab zum Baggage Desk. Die Leute dort konnten wenigstens relativ gut Englisch, so ging das alles relativ glatt. Freundlicherweise riefen die dann auch im Hotel an, wir waren ja mehr als eine Stunde zu spät, um unsere Buchung aufrechtzuhalten. Die peilten nichts, da es im Vorfeld durch unsere Umbuchung noch in Nanjing auf einen Tag später (Kürzung des Aufenthalts) es totales Chaos gab: HRS buchte falsch, dann mussten wir für die letzte Nacht in HGK noch ein Hotel finden, da unser Internat. Youth Hostel und unser Hotel für die ersten Nächte leider da ausgebucht war. Nach langem Hin und Her war dann doch noch ein Zimmer frei, aber durch den HRS Fehler mussten wir sowohl eine Nacht bezahlen, in der wir noch in Shanghai waren und extra die letzte Nacht. (Angie war deshalb schon von HGK total angepisst, und dann noch die Sache mit dem Flug...) Ohne Gepäck sind wir dann raus zum Shuttle Service zum Hotel, wo wir auf den nächsten Bus warteten. Während Angie was zu Trinken kaufte, kam einer vom Baggage Desk zu mir ("I recognised you") und sagte, sie hätten unser Gepäck doch gefunden. Wir also wieder raus durch die Sicherheitsbarriere des Zolls (hier was unterschreiben) und zurück zum Desk mit einem sehr schwulen Deskassistant. Ich war so froh als ich meine Tasche sah! Also dann wieder zurück durch den Zoll und raus zur Shuttle-waiting-area, wo auch schon die Leute standen, da es gleich weiterging quer durch das Gebäude zum Bushafen im Keller. Ich wollte nur noch ins Hotel! Dort dann noch ein paar lästige Gespräche wegen unserer Buchung - man sprach dort eher schlechtes Englisch (wohl eine der negativen Folgen der zunehmenden Chinaisierung). Angie war total genervt. Wir wurden wegen all dem Mist upgegradet in ein Tower-room, mit Blick auf Kowloon im 17 Stock, auf dem angeblich keine Frauen wohnen dürfen: Es gab dort eine Tür, wo draufstand, dass nur Männer Zutritt haben. Wir konnten das Geheimnis dahinter leider nicht lüften! :-(

Samstag, März 24

NANJING again

Hallo Leute,

ich bin schon wieder ein paar Tage hier und morgen geht es schon wieder weiter nach Shanghai.
Die Schuhe werden heute abgeholt, beim Cashmereschneider waren wir auch schon (allerdings hat man china-typisch auch was versaubeutelt, ähnlich beim Schuhmacher, aber das ist hier eben so!). Die Perlenketten sind auch schon geknotet in Heimabeit. ;-)

Leider komme ich von China nicht mehr auf meine Blogseite, daher weiß ich gar nicht, wie er inzwischen aussieht. Ich kann von hier nur posten. Ich hoffe, Ihr könnt wenigstens was lesen! Die Bilder sind auch endlich hochgeladen.

Heute Abend treffen wir meine Studienkollegin Sylvi, die hier ein Praktikum bei Bosch macht. Wir gehen zum Thailänder!! Jummy!

Liebe Grüße, macht's gut,
Tine

Freitag, März 23

XIAN - oder die Shoppingqueens die auszogen, um dem chin. Hotelpersonal das Fürchten zu lehren


Nach der Erfahrung mit der Taxitante beschlossen wir den Shuttlebus vom Airport in die Stadt zu nehmen, den wir gerade noch so erwischten! Wir hatten sogar eine richtige Reisebegleitungsdame dabei, die wie ein automat. Band ihre Sätzchen auf zhong wen (=chin. Sprache) los lies und keinen interessierte es. Danach lief sie durch den Bus und fragte jeden, wo er absteigen werde, um ihm die richtige Haltestelle zu sagen. Wir stiegen dann an der 2. aus, weiter mit dem Taxi zum Mercure Renmin Square (http://www.mercure.com/mercure/fichehotel/de/mer/5975/fiche_hotel.shtml), was direkt neben dem Sofitel on Renmin Square liegt (http://www.accorhotels.com/accorhotels/fichehotel/de/sof/5949/fiche_hotel.shtml). Nette Lage, sehr sauber und die Betten waren nicht ganz so hart wie zuvor, also ging es nach einem intensiven Bad (traumhaft nach der JuHe in Beijing) ab ins Bett.

SO. 18.03.: Terracotta-Armee, XIAN Hot Springs (ältestes gefundene kaiserliche Bad)
Einigermaßen ausgeschlafen ging es zum Frühstück (zwar eher chinesisch, aber es war auf jeden Fall auch was für uns dabei), bei dem man fast ein ganzes Empfangskommitee am Eingang passieren musste (-> Beschäftigungsstrategien). Wir nahmen ein selbsgebuchtes Taxi, um zu den Sehenswürdigkeiten Xians zu kommen, das uns der Concierge mit Festpreis für den ganzen Tag besorgte. Das ist auch zu empfehlen, wenn man in einem Hotel absteigt, sonst ergeht es einem schnell mal, wie uns in Beijing! Mit Rolli, Wollpulli und Winterjacke (notwendig, da sehr frisch) machten wir uns dann über einen sehr längeren Weg gesäumt von relativ neuen, aber vielen leeren Gebäude (auch hier baut man für die Mio. von zukünftigen Besuchern, die China sicherlich bald besuchen werden (s. Bilder)) auf zu den Gruben der Terracotta-Krieger. WOW! Das ist schon ziemlich beeindruckend!!! Auch wenn es sich dann in den anderen Gruben etwas wiederholt, ist es doch fast unvorstellbar, dass man vor so vielen Jahren schon solche Kunstfertigkeiten hatte! Auf einem Modell konnta man sehen, wie groß die Gruben im Vergleich zum (angenommen) Restareal sind - ein Klacks! Der damalige Herrscher hatte wohl echt große Probleme mit seinem Slebswertgefühl oder gar keine, wer weiß! Auf dem Heimweg kommt dann doch an den Läden vorbei, wo es Kopien der Krieger (wesentlich günstiger als im Government-Shop, aber auch schlechtere Qualität) in allen Größen gibt. Angie-the bargainer war wieder aktiv, so dass wir jeweils mit zwei Kriegern zum Taxi kamen.
Dann ging es zurück zur Stadt, zu den Hot Springs, die ein großes Areal umfassten, auf dem aber leider viel gebaut wurde und einiges verpackt war. Die Gebäude sind zum Großteil nicht Original alt, aber sehen doch ganz hübsch aus. Die Ausstellung war leider kaum in Englisch, so dass wir nur schauen konnten - war aber auch ok so. Ziemlich platt, besonders die Füße, kamen wir zum Hotel zurück und nach etwas Frischmachen gingen wir in den "East Wing" des Sofitels zum Marokkaner Essen. Angie lud mich ein, da ich ein Essen bei dem Bilderrätsel gewonnen hatte. Wir suchten uns in dem sehr leeren Lokal ein bezahlbares Menue aus, was sich leider als kleiner Fehler herausstellte: Angie saß mit Blick zur Küche und konnte schon immer sehen, wann unser nächster Gang auf dem Weg war - und das war immer weit bevor wir auch nur annähernd mit dem vorherigen fertig waren! Und kaum die letzte Gabel aufgenommen, nahm die Kellnerin auch schon den teller weg und serviert den nächsten Gang! Argh! Toll war allerdings, dass man zu Beginn die Hände am Tisch waschen konnte, da man mit einer großen Schale und einer kunstvollen Wassergießkanne an den Platz kam und man nur noch die Hände hinstrecken musste. Vollgegessen und müde ging es nach einem Abstecher in den "East Wing" zum Spa (nur zum Preise nachschauen und geschockt wieder gehen) auch ins Bett. Aber wir hatten neben dem Spa eine kleine Boutique entdeckt, in der westlich-asiatisches verkauft wurde, was heissen soll, dass es eben nichts Kitschiges sondern schickes Zeug war. Und da wurden wir schwach: ich verliebte mich in ein kleines dickes hässliches Pferd (aus der Tang Dynastie), ca. 30 cm hoch und Angie entdeckte viele hübsche Dinge. Es war klar, dass der nächste Morgen/Tag vor dem Abflug Boutique-Shoppen angesagt war! Also wurde im Zimmer erst mal der Koffer gepackt, damit am nächsten Tag Zeit dafür war. ;-)

MO. 19.03.: Shoppen, Moschee und Heim nach Nanjing
Nach dem Frühstück ging es gleich in den Shop. Wohlüberlegt wurde geshoppt(Pferdchen für mich, Statue und Hinstellkunstwerk und großes Wandrelief für Angie), es sollte ja auch alles per Post verschickt werden, da wir es ja nicht auch noch tragen konnten, hatten wir doch schon die Krieger unterm Arm! Nach ewigen hin und her sind wir dann auf dem Weg zum Wiegen (man zahlt hier nach kg) rannten wir dann auch -wie soll es anders sein - dem Hotelchef in die Arme, der gerade ein Businessgespräch abgeschlossen hatte. Der Gesprächspartner:"Hope you got a good price for that!" Angie hatte nur wenig handeln können, wie man uns später verriet, hat noch nie jemand Rabatt bekommen - wir hatten ja aber groß eingekauft, was den Shopmanager vielleicht umstimmen konnte. So kam man kurz ins gespräch, auch mit dem Hotelchef, so daß der Shopmanager noch losgeschickt wurde, um für Angie eine neue Prepaid-Karte zu kaufen, der dann sogar früher als erwartet völlig geschwitzt wiederkam (der Hotelchef hatte ihn freundlich aber sehr bestimmt dazu aufgefordert in einer halben Std. zurück zu sein). Durch das Gespräch hatten wir den Anschluss zur Ware verloren, so dass Angie dann noch mal in unser Hotel zum telefonieren ging ud ich im Shop mit der zurückgelassen Angestellten, eine sehr pfiffige Chinesin, die uns besser verstand als der Rest der Crew des Shops. Nach einer ewigen Zeit kam die Hiobsbotschaft: die chin. Post verweigert das Versenden, da man die Verantwortung nicht übernehmen wollte, wenn was kaputt geht. DHL Versand wäre möglich, würde aber 500 EUR kosten - mehr als alles Teile zusammen! Also wurde umdisponiert, wir würden das Zeug mit ins Flugzeug nehmen müssen. Inzwischen war es schon nach Auschechzeit, bis zu 2 Std. später waren unentgeldlich, also hieß es auschecken, Gepäck in den Gepäckraum und ab in die Stadt, wir wollten ja noch die Moschee besuchen und da den grösst möglichen Koffer kaufen, den wir finden konnten. In der Zwischenzeit packten die Shopleute alles very good ein und brachten es zum Gepäckraum. Als wir dann zurück am Hotel waren, machten die Hotelboys samt Concierge große Augen, als wir unsere Sachen in die Lobby bringen ließen. Yes, indeed, we need a very big taxi!!!! Der für 15 Uhr bestellte Taxifahrer (es war natürlich nur ein normales Taxi) traute auch kaum seinen Augen (siehe Bilder), aber es passte alles rein. Und dann ging die Fahrt auch schon los in dem Disco-Taxi (DVD-Player und Bildschirm in der Sonnenblende des Beifahrers) für einen Festpreis über unglaublich viele Schleichwege sehr verkehrswidrig (wir fahren mal eine Runde im Gegenverkehr) zum Flughafen. Das Übergepäck war bezahlbar (sehr günstig in China), aber der Flieger war dann doch ganz schön klein!

Mittwoch, März 21

Trip to BEIJING - looking for the 9 mio. bicycles


Am Mittwoch (14.03.) nach einer sehr kurzen Nacht ging es sehr früh los zum Flughafen. Der typ. chinesische Flugsnack haben wir bewußt verschlafen, ein weiteres Nickerchen hatte ich dann im Shuttlebus (billig!) vom Flughafen zur Beijing Railway Station. In Chinas Hauptstadt hatten wir ein DZ im Youth Hostel in der City gebucht. Erwartet habe ich echt nicht viel, wurde aber sogar eher positiv überrascht, nur die Betten hatten eher was von einem mit Leinen überzogenem Brett. Das war erst mal egal, denn die Müdigkeit war stärker. Ausgeruht haben wir uns bei der Travel-Agency im EG über die Angebote informiert, wo wir auch gleich ein paar Ausflüge buchten. Danach fuhren wir zum Cotton Market, wo es Kleidung, Schuhe und Taschen in teilweiser sehr bekannter Aufmachung gab. Wir konnten natürlich nicht überall nein-sagen. ;-)
Abends warteten wir dann brav auf den Bus, der uns zur Beijing Opera bringen sollte: diese Art von Oper ist eine Darstellung von Szenen und kurzen Geschichten, wo getanzt, geusngen und gesprochen wird mit einer musikalischen Untermalung. Wirklich melodisch klang das ganz für mich nicht, manchmal erinnerte es eher an eine Katzenfolterkeller (die Kniegeige oder der Gesang waren schuld). Aber die Kostüme sind beeindruckend und manche Tanzszenen erinnerten mehr an Martial Art.
Zwei andere Gäste hatten sich allerdings unsere Plätze im (Klein)Bus geschnappt, obwohl sie erst für den nächsten Tag Oper gebucht hatten. So mussten wir dann mit einem Taxi selbst hinfahren (wurde von der Reiseleitung bezahlt) und auf der Rückfahrt wurde es eben sehr eng im Bus.

DO 15.03.: Heute ist Great Wall Day!!!
Um 8 Uhr sollten wir abgeholt werden und dann ging es durch die Stadt, um die anderen Teilnehmer einzusammeln. Eine sehr dünne junge Chinesin war unser Guidess, die uns nach unsrem ersten Stop (eine Japanerin stieg ein) eindringlich bat, den nächsten "spontan gebuchten" Teilnehmern nicht zu erzählen, wie wenig wir bezahlt hätten, da diese mehr bezahlen würden. (Halloo? Was soll das denn???) Naja, wir fuhren dann wieder weiter, inzwischen waren wir schon fast eine Stunde im Verkehr unterwegs und holten dann 2 sympathische junge Frauen aus England ab. Dann erzählte man uns, dass wir nun eine staatliche Jade-Schleiferei besuchen würden, in der wir ein halbe Stunde bleiben müssten, unter der Voraussetzung, dass wir dort auf Fragen behaupten, wir seien Amerikaner und auch bitte uns nicht verraten sollten, denn sonstige ausländische Tourigruppen müssten eine Stunde bleiben. Da der Tagestrip ja so günstig wäre und von der Regierung gesponsort, müssten wir diese Shoppingstops in Kauf nehmen. Unsere Guidess entschuldigigte sich zwar dafür, aber sie könne nichts machen. Und Tatsache, wir wurden vor Ort gefragt, wo wir herkommen! Wir waren Amerikaner. Der Witz war nur, dass meine Schwester mit ihren Chinesischkenntnissen verstand, dass unsere Guidess dem Typen erzählte, wo wir wirlich herkamen. (???) So drückten wir uns also die halbe Stunde in dem Laden herum, um im Bus dann kurz nach der weiterfahrt gleich erzählt zu bekommen, dass wir noch in eine weiter Jade-Schleiferei, natürlich auch staatlich, zu besuchen, in der ich von der Guidess namens Crystall (natürlich nur der übersetzte/angenommene Name) dazu ausgewählt wurde, für ihren 15jährigen Cousin ein Geb.schenk zu kaufen, wozu sie mir ca. 20 EUR in die Hand drückte. Wahrscheinlich MUSS man da als treuer chinesischer Guide die Leute zum kaufen animieren und da wir nur arme Schlucker und wenig an Jade interessiert waren, musst sie eben selbst ran. Schade nur, dass ich im Shop (nach einer weiteren "Short introduction about jade curving") das Gefühl hatte, dass Crystall sich nicht entscheiden wollte, was sie nun kaufen sollte und ich ihr quer durch das ganze Geschäfte nach lief, um das Geschäft über die Bühne zu bekommen! Argh! Es wurde ein Armband für 18 Euro, die Sachen im Shop eh viel zu teuer, selbst als eigenes Mitbringsel. Leicht genervt ging die Reise zu den MING-Tombs, Grab eines Herrschers aus der Ming-Dynastie, weiter (Bilder seht Ihr im Flickr-Fenster rechts Einfach draufklicken) Sehr interessant und zum ersten Mal so richtig alte chin. Architektur, aber wirklich viel gesehen hat man nicht, da die eigentlichen Gräber nicht geöffnet wurden. In China hatte man andrer Stelle ein Grab geöggnet und bei Berührung sei alles zu Staub zerfallen. Man entschied sich daher, die anderen Gräber so zu lassen, bis man die Techniken beherrsche, die Artefakte fachgrecht auszugraben. (Gute Idee!!!)
Jetzt war es dann auch schon Mittagessenzeit, welches wir in einem Massensaal im hinteren Teil eines Friendship-Stores, in früheren Zeiten die einzigen Kaufhäuser in China und natürlich auch von der Regierung unterstützt, einnahmen mit vielen Touribus-Insassen. Das essen war ok, der Shop scheisse - wir hatten echt die Nase gestrichen voll von der "You want some Jade?"-Fahrt - wir wollten doch eigentlich an die Mauer!!!
Dann war es soweit... wir waren endlich, es war inzwischen 14:05 Uhr, an der Mauer bereit zum Aufstieg. Der höchste zu erreichende Punkt war an der Stelle bei ca. 800 m und ich habe es geschafft, vorbei an zahlreichen Plakettenheinis ("I reached the top") und "I am a hero"-Bildermacher. Ein gutes Gefühl!!! Zeitlich erkämpft für Auf- und Abstieg hatten wir gerade mal 2 Stunden, bevor es dann wieder weiter zum staatlichen Teehaus Dr. Tea gehen sollte, unser tatsächlich letzter Shopping- und Ausflugspunkt. Eine Teezeremonie, nicht zu vergleichen mit der in Japan erlebten, bei der natürlich nur sehr teurer Tee unter die Touris gebracht werden sollte. Müde und abgeschafft von der Mauer hatte sie uns dann soweit: wir haben alle was gekauft! Ist auch eine Art Marketingstrategie.
Leicht verärgert über diese "Jade-Tee"-Fahrt beschlossen wir die Tour innerhalb Beijings (Verbotenen Stadt, Sommer Palast, Tempel of Heaven) am nächsten Tag abzugsagen, da uns da min. 2 Shoppingstops drohen würden. Abends sind wir dann noch eine Runde spazieren gegangen, haben eine megateure Einkaufspassage ("Möchten Sie passend zu Ihrem Audi A8 die Haute Couture bestellen?") gefunden und sind dann auf dem Night-Market gelandet, wo meine Schwester mal wieder Ihre Bargaining-Geschicke zeigte. ;-)

FR. 16.03.: Verbotene Stadt; Peking-Ente und Club of Suzie Wong
Nach einem gemütlichen Start bedingt durch Muskelkater (Angie) und fiesem Bronchialkatarrh (Tine) ging es erst mal frühstücken in die tolle Einkaufspassage. Dann mit der U-Bahn zur Forbidden City, an deren Eingang der gute Mao den Besucher begrüßt. Davor standnen unglaublich viele Guards, viele rote Fahnen schmückten den Platz davor und das Regierungsgebäude. Die haben wohl gewusst, dass ich komme! ;-)
Mit einem automatischen Guide im Ohr haben wir den Großteil des Areals erkundet (es ist einfach riesig), einige Gebäude waren leider eingerüstet, trotzdem war es noch sehr beeindruckend. Berührend finde ich die Geschichte des letzten Kaisers (nur kurz: geborenen mit dem goldenen Löffel im Mund, gestorben an Krebs als Gärtner in Beijing). Leicht kaputt verließen wir die verbotenen Stadt am anderen Ende, worauf an der gegenüberliegenden Strassenseite eine Gartenanlage und ein Tempel auf einem Hügel liegt, denn wir auch noch besichtigten. Dort wurden auch ein Bild der nachfolgenden neuen asiatischen Kaiserinnen gemacht. ;-)
Abends waren wir im besten Beijing Roast Duck Restaurant mit Sandra (Freundin Angies) verabredet. Nichts was in Deutschland Peking-Ente heißt entspricht auch nur im entferntesten dem Original! Danach ging es auf den Food-market, wo es die fast alles am Spieß (Seepferde, Skorpione, Heuschrecken, Maden etc. s. Bilder) gab. Auf den Schreck gingen wir in die angesagte Studikneipe Nanjie, wo es noch Bier für 1 Euro gibt! Dort trifft man viele Langnasen, genauso wie im angesagten Irish Pub Browns. Krönung des Abends war der Besuch im Suzie Wong Club: Da saßen die Asiagirls, den teuren Drink in der Hand, bereit von einem reichen Weissen abgeschleppt zu werden! Das war echt amüsant zu beobachten! Leute, ich hatte echt meinen Spaß, so dass wir dann nachts erst um 03:00 nach Hause gingen.

SA 17.03.: Hutong-Rikscha-Tour, Summer Palace und eine "Fast"-Entführung
Am morgen ging es dann leicht verspätet (man hatte unsere Buchung - welch Wunder - total verpeilt) ging es mit dem Auto zum Rikscha-Parkplatz und dann ab in die alten Strassen von Beijing. Diese krassen Unterschiede von alt und neu in China sind der Wahnsinn. Aber prinzipiell hat man das Gefühl, dass das Neue nicht zu den Chinesen passt, es ist einfach nicht authentisch. Die Modernisierung ging zu schnell für Land und Leute. Die von Katie Melua besungenen 9 Mio. Fahrräder gibt es auch nicht mehr, zumindest hatte ich nicht das Gefühl, dass so viele unterwegs sind. Das Auto ist eindeutig das bevorzugte Fortbewegungsmittel, sofern man sich es leisten kann.
Die Tour war echt lächerlich für das Geld, wirklich viel gesehen haben wir nicht, also nicht zu empfehlen. Aber wir wollten sowieso noch zum Summer Palace, den Muskelkater meiner Schwester völlig den Garaus machen! ;-) Ein sehr schöner, erholsamer Ort, wenn es nicht von Samstagsausflüglern gewimmelt hätte. Müde stiegen wir nach der Tour in ein Taxi ein, was sich leider als Fehler entpuppte: Wir sind an eine Betrügerin geraten, die gar keine Lizenz und eigentlich auch kein Taxi hatte. Meine Schwester hatte bald das Gefühl, dass da was nicht stimmt, denn die Fahrerin war sehr nervös und meinte recht früh, dass der "traffic bad" sei, und trotzdem fuhr sie tendenziell eher rein in den Stau. Dann entdeckte Angie die fehlende Lizenz und dann gab auch das Hantieren am Dach bei der Abfahrt (wahrscheinlich entfernte Sie das Taxi-Schild) und das bewundernde Zurufen eines chin. Kollegen von wegen "Super, Du hast jemand" einen Sinn. Tja, sie bot an uns zur U-Bahnstation zu fahren, was wir dann auch annahmen, bei freier Spur fuhr sie relativ langsam, aber das Taxameter hatte inzwischen unglaubliche Höhen angenommen. Meine Schwester fing schon an mit ihr zu streiten, was denn hier los sei. Sie war ganz angepisst und als wir dann an der U-Bahnstation ankamen und ich aussteigen wollte, hatte sie die Kindersicherung drin und wir kamen nicht raus. Sie schrie schon halb erst "money", Angie daraufhin "nein, erst aufmachen", dann setzte sie an wieder in den Verkehr einzuscheren und weiterzufahren. Sie rufe die Polizei, Angie sagte ok, ich rufe die Polizei an und wählte. Die Spannung war schier unerträglich, meine Schwester fing an sie anzuschreien, sie solle die Tür öffnen... Leute mein Adrenalin war hoch! Sie öffnete dann nach unerträglichen Momenten die Türen, ich sprang raus, Angie diskutierte noch mit ihr und als sie dann noch ein Bild von der Tante machte, flippte diese völlig aus. Angie gab ihr das Geld, weniger als auf dem Taxameter aber immer noch viel zu viel für diese Fahrt und sprang raus. Fix und fertig machten wir uns zur U-Bahn auf, denn wir mussten dringend zum Hotel um unsere Sachen zu holen, da wir am Abend nach Xian fliegen mussten. Aber das erzähle ich Euch morgen...

Montag, März 19

Back in Nanjing

Hi folks,

wir sind vor ca. 2 Std. wieder nach Nanjing gekommen. Ich gehe jetzt gleich ins Bettchen und schreibe hier morgen alles, was sich in den letzten Tagen ereignet hat. Leute, es war wieder Unglaubliches dabei... Wir sind so fertig von den paar Tagen, man könnte meinen, es waren 2 Wochen!!!
Ich hoffe, Ihr seid alle fit soweit und die Klausuren laufen einigermaßen! Ich drück Euch die Daumen!!!! Und für alle Arbeitnehmer/Unternehmer wünsche ich spannende Projekte/volle Auftragsbücher! ;-)

Danke für Eure Kommentare... Ihr seid prima!

Dicken Knutsch from China